Gemeinsam mit Tim Nunn und Simone Stewart initiiert und produziert und ermöglicht durch die Unterstützung der Hunterian Gallery Glasgow, Workroom Glasgow, Goethe Institut Glasgow, sowie auch Creative Scotland wird am 26. Juni, als Teil der FELT Sommer Tournee ein Symposium mit dem Titel ‘One second it’s there…’ – Bewegung, Zeit, Raum und die Kunst des Tanzes in Museen und Gallerien in der Hunterian Gallery in Glasgow stattfinden.

 

“One Second It’s There….
Bewegung, Zeit, Raum und die Kunst des Tanzes in Galerien in Museen

Ein Tag der Diskussion, Performance und des Austauschs zwischen Künstlern, Kuratoren und allen, die sich für die Kunst der Choreografin und Tänzerin interessieren.

Welches Potenzial hat die Galerie für den Choreographen und Performer?

Inwiefern unterscheidet sich die Galerie “Besucher” vom Theater “Publikum”? Kann die Zeit anders empfunden werden oder ist sie in diesen kontrastreichen Umgebungen immer anders empfunden?

Welche Funktion hat das Performance-Archiv oder der Überrest?

 

Präsentation von Dr. Nele Lipp: 100 Jahre Tanz <-> Objekt

Im Dialog: Vincent Crapon (freier Kurator), Lucy Suggate (Künstlerin), Michael Bachmann (Professor der Theaterwissenschaften)

Kurze Performances: Ashanti Harris, Mark Bleakly

Mitschrift: Emma McLuskey

Am Nachmittag wird es eine ‘Long Table’ Diskussion geben.

Am Abend wird FELT für Teilnehmer des Symposiums performt werden.

 

“[Tanz] gibt dir nichts zurück, keine Manuskripte, die du aufbewahren musst, keine Bilder, die du an Wänden zeigen und vielleicht in Museen hängen kannst, keine Gedichte, die gedruckt und verkauft werden müssen, nichts als diesen einzigen flüchtigen Moment, in dem du dich lebendig fühlst.”
– Merce Cunningham

“Man könnte leicht annehmen, dass die Substanz des choreographischen Denkens ausschließlich im Körper lag. Aber ist es möglich, dass die Choreographie autonome Ausdrucksformen ihrer Prinzipien, eines choreografischen Objekts, ohne den Körper erzeugt?”
– William Forsythe

“Um zu verstehen, was ich sage, muss man glauben, dass Tanz etwas anderes als Technik ist. Wir vergessen, woher die Bewegungen kommen. Sie werden aus dem Leben geboren. Wenn man ein neues Werk schafft, muss der Ausgangspunkt das zeitgenössische Leben sein – nicht die existierenden Formen des Tanzes.”
– Pina Bausch

Wenn wir anderen beim Tanzen zusehen, “hören wir auf, nur Zuschauer zu sein und nehmen an der Bewegung teil, die uns präsentiert wird, und obwohl wir nach außen hin ruhig auf unseren Stühlen sitzen werden, werden wir dennoch synthetisch mit unserer gesamten Muskulatur tanzen.”
– John Martin, Einführung in den Tanz

“Ich denke an Performance, Bühne, Museum oder Galerie, Bildende Kunst, Video, Film, Schreiben…. aktive Kontemplation und wie ich in und zwischen diesen besonderen Formen (wahrgenommene Medienlandschaften) so organisch wie möglich leben möchte, indem ich jede Hierarchie verbanne….. Eine Hauptfrage dieses Prozesses lautet: Wie können intensive künstlerische Forschung und unmittelbare Kunstpraxis in das inszenierte Reich des Betrachters übergehen? Dieser ständige Kampf zwischen Prozess und Produktion schafft eine Spannung, die ein wesentliches Element in meiner gesamten künstlerischen Arbeit ist.”
– Ralph Zitrone

“…Tanz zu sehen ist kein Geheimnis: Was man sieht oder fühlt, ist das, was passiert.
– Jonathan Burrows

 

Image: Martine Pinnel

In den kommenden Wochen wird Elisabeth in Residenz in dem Tanzhaus SPAM! in Italien sein und eine Recherche zu einem neuen Stück beginnen:die choreographische Bearbeitung der Etuden des Györgi Ligeti.

Image: Jasmin Schaitl

Filz – eine Hommage an den Tastsinn: 150 Teilnehmer (Alter 3 bis 70 Jahre) fühlten und erlebten Texturen und Materialien, um mit ihnen in den letzten 3 Wochen in verschiedenen Institutionen rund um Rheinland-Pfalz Tänze zu kreieren.

Gefördert wurde dies vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur RLP, der Silvio und Waltraud del’ Antonio Kunsmann Stiftung Wittlich, Casa Tony M Wittlich, Sparkassenstiftung Bernkastel-Wittlich, Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank Bernkastel-Wittlich

Ein Auschnitt der Arbeit, die Elisabeth beim Museum für angewandte Kunst in Frankfurt innerhalb der Nacht der Museen am 11. Mai 2019 zeigte.

 

 

Stimmen zu FELT von unserem Premierenpublikum: Véronique Kesseler, Meridith Moss, Sandra Lieners, Christopher Petry und Juliette Geesmann.

 

 

 

 

 

Die Kritik zu FELT von Anina Valle Thiele im Tageblatt Luxembourg.

„Elisabeth Schilling überrascht immer wieder (…). Ihre Tanzchoreographien sind ausgefallen, explosiv und abstrakt. Sie spielen mit unserer Wahrnehmung.“

Manche (Publikumsteilnehmer) sprachen gar von einer neuen Kunstform, zwischen Choreographie und Performance, zwischen bildender Kunst und Tanz und lebendig gewordenem Material.“

 

Am 11. Mai wird Elisabeth innerhalb des Events der Nacht der Museen in Frankfurt, beim Museum für angewandte Kunst in Frankfurt eine speziell für das Museum entwickelte Performance tanzen.Uhrzeiten: 22 / 23 / 24Uhr. Eintritt frei.

‘Die Choreografin und Tänzerin Elisabeth Schilling präsentiert auf der Lichtbrücke im 1. Obergeschoss des Museums eine Performance, die Tanz, Design und Musik zu einem ästhetischen Kunstwerk vereint. Die für das Museum entwickelte Variation bezieht sich auf Schillings breitgefächertes Repertoire, in der sie sich mit Bewegungsqualitäten und -texturen sowie deren Komposition in Zeit und Raum beschäftigt’

Mehr Infos auf:https://www.museumangewandtekunst.de

BEAUTY & BEATS

Ausstellung: Auftakt der Ausstellung Sagmeister & Walsh: Beauty
Nach dem großen Erfolg seiner Happy Show kehrt Stefan Sagmeister, der in New York lebende Superstar des Grafikdesigns, 2019 zurück ins Museum Angewandte Kunst. Gemeinsam mit seiner Studiopartnerin Jessica Walsh liefert er mit dem neuen Ausstellungsprojekt Beauty ein ganz persönliches, visuell beeindruckendes Plädoyer für die Lust am Schönen. Zum Auftakt der Ausstellung nehmen wir die Besucher*innen bei der Nacht der Museen mit auf eine sinnlich-vergnügliche Suche nach der Frage: Was ist Schönheit und warum fühlen wir uns von ihr angezogen?

Ausstellung: Contemporary Muslim Fashions
Von Haute Couture über Streetwear bis zu Sportbekleidung: Der Markt für muslimische Mode wächst weltweit rasant. Contemporary Muslim Fashions ist die erste große Ausstellung, die sich mit dem Phänomen zeitgenössischer muslimischer Mode auseinandersetzt. Nachdem die Schau in den Fine Arts Museums of San Francisco für Furore sorgte, wird sie in Frankfurt als erste Station in Europa gezeigt. Die Besucher*innen tauchen ein in Momentaufnahmen aktueller muslimischer Kleidungsstile aus aller Welt, mit einem Schwerpunkt auf dem Nahen Osten und Südostasien sowie Europa und den USA.

Image: Ari Weinkle

Vom 07.  bis zum 10. Mai wird FELT mit zahlereichen Events: von Workshops, bis zu einer Ausstellung rund um die Hintergründe und Inspirationen zu FELT, sowie auch mit einer Performance und anschließendem Künstlergespräch zu Gast in Elisabeth’s Heimatstadt in Wittlich sein.

Performance FELT: 09. Mai, 20h Synagoge Wittlich, Freier Eintritt. Tickets: (0049 6571-146614)

Exhibition on process and inspiration of FELT: 06. – 10. May CASA Tony M. – Museum Tony Munzlinger. Freier Eintritt.

Workshops: 07., 8., 10. Mai CASA Tony M. – Museum Tony Munzlinger. Freier Eintritt. Registrierung: Simone Röhr (Stiftung Stadt Wittlich) möglich: Telefon 06571-146622 / 06571-14660, E-Mail simone.roehr@stadt.wittlich.de

Nachdem Elisabeth Schilling bereits im Jahr 2017 mit ihrem Stück „SIXFOLD“ zu Gast im Museum von Tony Munzlinger war, wird sie in der Woche vom 7. bis 10. Mai 2019 mit ihrer neuen Arbeit „FELT“ (engl. Filz /gefühlt) nach der Premiere in Luxembourg und vor Beginn der internationalen Tournee zu Gast in ihrer Heimatstadt Wittlich sein und das Stück am 09. Mai in der Synagoge Wittlich zur Aufführung bringen.

Was machen Materialien und Formen mit uns, wenn sie uns umgeben? Was machen wir mit ihnen? Wie berühren sie uns? Wie berühren wir sie?
Zwischen Installation und Performance versteht sich die interdisziplinäre Produktion FELT als Hommage an den Tastsinn und wird, gehüllt in Klänge, für das Publikum unmittelbar erfahrbar. Vor den Augen der Zuschauer und um ihre Körper entstehen Kaskaden von Bildern, zwischen Unbelebtem und Lebendigem zwischen Geometrie und Phantasma.
Haut und Stoff, in Form gebracht, gehalten durch Knochen und Muskulatur, bilden selbst eine Textur der Bewegung und schaffen Raum für Imagination: Im einen Moment noch bewegte Skulptur, ein Fluss aus Stoff, im nächsten Moment abstrakte Landschaft oder amorphes Wesen?

In den Ausstellungsräumen der „CASA Tony M.“ werden in diesem Rahmen zwei unterschiedliche Formate angeboten: Am Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. Mai, sowie am Freitag, 10. Mai 2019 finden mehrmals täglich kostenlose Workshops für Kinder und Jugendliche statt.

In drei verschiedenen Workshop-Formaten möchte Elisabeth Schilling Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in kleinen Gruppen eine kreative Perspektive auf Tanz, zeitgenössische Kunst und Design eröffnen. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorwissen im Bereich Tanz wird nicht erwartet. Die 45-minütigen Workshops beginnen jeweils zur vollen Stunde, Anmeldung und Terminabsprache sind bis zum 3. Mai 2019 bei Simone Röhr (Stiftung Stadt Wittlich) möglich: Telefon 06571-146622 / 06571-14660, E-Mail simone.roehr@stadt.wittlich.de

WORKSHOP I + II – Für Kinder der Altersgruppen 3 bis 6 und 7 bis 12 Jahren
Die Workshops I und II richten sich an Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und führen mit spielerischen Mitteln in die Möglichkeiten des zeitgenössischen Tanzes ein. Mit Hilfe verschiedener Übungen werden die Teilnehmer selbst zum Tanzen angeleitet und entdecken neue Formen der Bewegung in Bezug zu Design.

WORKSHOP III – Für Jugendliche und Erwachsene
Der Workshop III für Jugendliche bietet am Beispiel von Tanz und Choreographie eine Einführung in das künstlerische Schaffen. Anhand ausgewählter Beispiele aus Tanz, Choreographie und Design erhalten die Teilnehmer einen Einblick in den Entstehungsprozess eines Stückes zwischen Formbewusstsein und Kreativität.

Im Rahmen einer Ausstellung gewährt Elisabeth Schilling während der Öffnungszeiten der Casa Tony M. anhand unterschiedlicher Medien wie z.B. Film- und Bildmaterial, Büchern und Zeichnungen Einblicke in den Schaffensprozess der künstlerischen Arbeit zu der Produktion FELT.

Am Donnerstag, 9. Mai 2019, 20 Uhr führt Schilling das Stück in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Himmeroder Straße 44 in Wittlich auf. Der Eintritt ist frei – Eintrittskarten sind ab sofort in der Kartenvorverkaufsstelle im Alten Rathaus am Markt in Wittlich erhältlich (Telefon 06571-146614).
FELT wurde, initiiert von der Tänzerin und Choreographin Elisabeth Schilling, gemeinsam mit einem internationalen Team entwickelt: den Designern und bildenden Künstlern Mélanie Planchard und Eric Schuhmacher, dem Komponisten Andréas Papapetrou, der Kuratorin Simone Stewart, dem Dramaturgen Moritz Gansen und den Rechercheunterstützern Dr. Nele Lipp und Tim Nunn. Es handelt sich um eine Produktion der Making Dances a.s.b.l. und wurde gefördert durch die Silvio und Waltraud dell` Antonio-Kunsmann-Stiftung Wittlich, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz, TROIS C-L, Cercle Cité Luxembourg, Goethe Institute Glasgow, Ministère de la Culture Luxembourg, Fondation Indépendance Luxembourg, Sparkasse Mittelmosel EMH, Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG.

Über Elisabeth Schilling
Elisabeth Schilling (www.elisabethschilling.com), geboren in Wittlich, ist Tänzerin und Choreographin. Ihr Studium absolvierte sie an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main sowie am TrinityLaban Conservatoire of Music and Dance in London und an der London Contemporary Dance School und schloss dieselbe mit Master of Arts ab. Schilling tanzt regelmäßig in internationalen Produktionen. Ihre Arbeiten waren und sind in zahlreichen Theatern und Galerien zu sehen: so z.B. Tate Modern, London, Whitechapel Gallery London, MUDAM Luxembourg, Dag van den Dans, Brüssel.

Medienstimmen zur vorangegangenen Arbeit SIXFOLD:
“Absolut bemerkswert”
Marie-Laure Rolland, Luxemburger Wort

“Außergewöhnlich intim (…) faszinierend vielschichtig”
Sonja Sünnen, Trierischer Volksfreund

“Elisabeth ist eine poetische Tänzerin und Choreographin, die großartige Räume voller Phantasie erschafft”
ARD / Saarländischer Rundfunk

Image: Gerry Huberty

Am 26. und 27. April wird Elisabeth das neue Stück FELT in Hamburg bei der Koinzi-Dance Kulturwoche ‘Valises et Passages’ tanzen. Dies ist das erste Tourneedatum für das frisch kreierte Werk!

Mehr Infos auf: https://www.koinzi.de

Zu der Premiere von FELT führte Marie-Laure Rolland mit Elisabeth ein Gespräch.

Der Artikel dazu wurde in La Glaneuse veröffentlicht: https://laglaneuse.lu/les-creatures-indociles-delisabeth-schilling/?fbclid=IwAR32El9UrjiqjKzR1O87ayKrruvT6lqLUcSGW4jJHnf_hvCpg-zhw0_H_V8#more-3282

 

Image: Martine Pinnel