MAT IECH AUF TOUR | 28. Oktober – 3. November 2026

Mat Iech / Florescence in Decay

Mittwoch, 28. Oktober
Fondation Kannerschlass – Therapeutisches Zentrum La Passerelle (Soulevre)
Caritas – Foyer Beo-CJF (Rumelange)
Donnerstag, 29. Oktober
ALIVE+ (Belvaux)
Foyer Famil (Belvaux)
Freitag, 30. Oktober
APEMH (Esch)
Fraen a Nout
Samstag, 31. Oktober
Maison Don Bosco (Luxemburg-Stadt)
Résidence Op der Waassertrap (Bieles)
Montag, 2. November
Fondation Autisme Luxembourg (Belval)
Hôpital Intercommunal (Steinfort)
Dienstag, 3. November
Croix-Rouge (Dudelange)
Foyer Bei der Kor – Stëftung Hëllef Doheem (Pétange)

Mat Iech schafft Momente voller Schönheit und Begegnung in alltäglichen Räumen, mit einem klaren Ziel: Kunst für alle zugänglich zu machen, ohne dabei Abstriche bei der künstlerischen Qualität zu machen. Ein intimes, flexibles und besonders barrierefreies Erlebnis, das darauf ausgelegt ist, Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Fähigkeiten anzusprechen und sich an ihre individuellen Rhythmen, Bedürfnisse und Erfahrungen anzupassen.

Im Rahmen einer neuen Tournee des Vermittlungs- und Barrierefreiheitsprogramms von Mat Iech wird die Produktion Florescence in Decay als Wanderprojekt neu konzipiert. Diese Adaption verbindet eine Tanz- und Live-Musik-Performance mit partizipativen Aktivitäten, die auf die jeweiligen Veranstaltungsorte und das dortige Publikum abgestimmt sind.

Diese Tournee findet in Zusammenarbeit mit der Fondation EME, United Instruments of Lucilin, der Fondation Sommer, der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, dem Kulturministerium (Programm „Accès à la culture“), der Fondation Loutsch-Weydert und dem Théâtre d’Esch statt.

Mat Iech ist unser Vermittlungsprogramm, das Tanz und Live-Musik direkt zu Gemeinschaften bringt, die nur eingeschränkten Zugang zu Kultur haben – sei es aufgrund des Alters, einer Behinderung, einer Krankheit oder sozialer bzw. geografischer Barrieren. Seit 2022 besuchen wir Seniorenheime, Kinderwohngruppen, Krankenhäuser, soziale Einrichtungen und ländliche Regionen in Luxemburg und darüber hinaus. Bis heute haben wir 60 Mat-Iech-Aufführungen präsentiert und damit rund 2.000 Menschen erreicht.

Mat Iech wurde von der Choreografin Elisabeth Schilling und ihrer Kompanie Making Dances asbl konzipiert und schafft Momente voller Schönheit, Begegnung und Emotion in alltäglichen Räumen. Das Projekt ist nicht nur eine Aufführung, sondern eine sorgfältig entwickelte künstlerische Präsenz, die im engen Dialog mit jeder Institution, jeder Gruppe und jedem individuellen Umfeld entsteht. Als Artist in Residence am Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg setzt sich Elisabeth dafür ein, dass ihre Arbeit nicht nur auf Theaterbühnen, sondern auch Menschen erreicht, die häufig vom kulturellen Leben ausgeschlossen sind.

Im Laufe der Jahre hat sich das Vermittlungs- und Barrierefreiheitsprogramm Mat Iech als anerkanntes Projekt bei zahlreichen Kultureinrichtungen und Partnern in Luxemburg etabliert. Ihr Engagement – finanzieller, organisatorischer und menschlicher Art – hat es ermöglicht, das Programm nachhaltig weiterzuentwickeln und seine Wirkung zu verstärken.

Das Programm wird langfristig unterstützt von der Fondation Sommer, der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, dem Kulturministerium (Programm „Accès à la culture“) sowie weiteren Partnern, die die einzelnen Tourneen unterstützen.

Im Jahr 2026 wurden die Tourneen Mat Iech / Florescence in Decay in Zusammenarbeit mit der Fondation EME und dem Ensemble für zeitgenössische Musik United Instruments of Lucilin entwickelt.

Im Jahr 2027 werden die Tourneen Mat Iech / Sensorial Symphonies und Mat Iech / Florescence in Decay von der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) unterstützt.

Auch die Unterstützung durch Luxemburgs Kultureinrichtungen spielt eine wesentliche Rolle. Partner wie die Théâtres de la Ville de Luxembourg, CAPE – Centre des Arts Pluriels Ettelbruck und das Théâtre d’Esch präsentieren die Kreationen von Elisabeth Schilling auf ihren Bühnen und unterstützen zugleich die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mat-Iech-Tourneen. Ohne diese wertvollen Kooperationen und Partnerschaften könnte das Programm weder in diesem Umfang weiterwachsen noch neue Zielgruppen in ganz Luxemburg erreichen.

Zeitgenössischer Tanz ist eine Bewegungsform, die sich von traditionellen Techniken löst und eine große Vielfalt an Stilen, körperlichen Ausdrucksformen und kreativen Ansätzen umfasst. Er entstand vor etwa 100 Jahren als Reaktion auf die Einschränkungen des klassischen Tanzes und spiegelt bis heute zeitgenössische kulturelle, gesellschaftliche und ästhetische Entwicklungen wider. Wie die zeitgenössische Kunst im Allgemeinen kann auch der zeitgenössische Tanz mitunter auf Vorbehalte bei einem Publikum stoßen, das eher mit etablierten Regeln, klaren Strukturen und traditionellen Ausdrucksformen vertraut ist. Die Offenheit und Komplexität zeitgenössischer Arbeiten können zunächst ungewohnt und irritierend wirken.

Seit Beginn meiner choreografischen Laufbahn beschäftigen mich einige zentrale Fragen:

Wie können wir zeitgenössischen Tanz so vermitteln, dass er Neugier statt Angst weckt?

Wie können wir Barrieren abbauen, Türen öffnen und echte Begegnungen ermöglichen?

In den ersten Jahren meiner beruflichen Laufbahn entwickelte ich spezielle Methoden zur Einbindung des Publikums – darunter meine sogenannte „Schlüsselbund-Methode“, die ich bis heute anwende, sowie eigens konzipierte Publikationsformate, die dabei helfen, Tanzstücke zu erschließen. Auf dieser Grundlage entstand die Idee, diese Leitprinzipien, Ziele und Absichten in einem eigenen Programm zu bündeln – Mat Iech war geboren.

Seitdem ist viel passiert. In nur drei Jahren haben wir im Rahmen dieses Programms 43 Veranstaltungen realisiert – hauptsächlich in Luxemburg und der Großregion, aber auch in Schottland und Deutschland.

Mat Iech basiert auf zwei zentralen Säulen:

Was? – Zugänglichkeit

Wir bringen Tanz an Orte und zu Menschen, die sonst möglicherweise nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang dazu hätten – sei es aufgrund des Alters, einer Krankheit, der Sprache, der Herkunft oder der sozialen Lebensumstände. Unsere Kompanie tritt in Seniorenheimen, ländlichen Regionen, sogenannten „sozialen Brennpunkten“, Krankenhäusern und Jugendzentren auf. Unsere Formate sind flexibel und auf die Bedürfnisse des jeweiligen Publikums zugeschnitten – häufig begleitet von Live-Musik und immer mit offenem Herzen.

Wie? – Vermittlung

Für jede Bühnenproduktion entwickeln wir ein maßgeschneidertes Vermittlungsprogramm: eine individuell gestaltete Veranstaltung, die auf das jeweilige Publikum abgestimmt ist. Die Formate reichen von Gesprächen im Anschluss an die Aufführung, bei denen unsere „Schlüsselbund-Methode“ zum Einsatz kommt, bis hin zu kreativen Workshops und speziell für unterschiedliche Gruppen konzipierten Publikationen mit spielerischen Rätseln, eigens verfassten Gedichten und Interviews mit dem künstlerischen Team.
Diese vielfältigen Methoden setzen wir gezielt und sensibel im jeweiligen Kontext ein – stets mit dem Ziel, Tanz erfahrbar und zugänglich zu machen.

WIE WIR ARBEITEN

Im Rahmen von Mat Iech passen wir unsere Tanzstücke, die ursprünglich für die Bühne konzipiert wurden, zu intimen, mobilen Aufführungen an, die in kleineren und oft unkonventionellen Räumlichkeiten stattfinden können: in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Pflegeeinrichtungen, betreuten Wohnanlagen, Kinderzentren, Spielzimmern und anderen gemeinschaftlich genutzten Räumen.

Das bedeutet:

  • Wir passen Inhalte und Formate flexibel an:  sowohl an die räumlichen Gegebenheiten als auch an die Menschen, denen wir begegnen. Wir verkleinern die Besetzung, gestalten individuelle Veranstaltungsformate und entwickeln kreative Rahmenbedingungen, die auf den jeweiligen Kontext abgestimmt sind.
  • Wir arbeiten ressourcenschonend und sind äußerst mobil: Unsere Produktionen lassen sich mit minimalem Aufwand transportieren und aufbauen.
  • Wir machen es den Einrichtungen so einfach wie möglich, uns zu empfangen: Wir bringen sämtliche technische Ausrüstung und Tontechnik in einem eigenen Fahrzeug mit und kümmern uns um den gesamten Aufbau. Die Einrichtungen müssen lediglich einen einladenden Raum für das Publikum und das Wohlbefinden der Teilnehmenden sicherstellen.
  • Jede Veranstaltung ist einzigartig: Wir hören zu, reagieren auf den jeweiligen Moment und laden dazu ein, Tanz und Live-Musik als gemeinsame, lebendige Begegnung zu erleben.
  • Jede Veranstaltung wird sorgfältig im Voraus vorbereitet: Vor jeder Tournee verbringen die Künstlerinnen und Künstler drei Probentage mit der Choreografin, um jede Veranstaltung auf das jeweilige Publikum abzustimmen. Gemeinsam mit den Einrichtungen ermitteln wir die Bedürfnisse der Teilnehmenden und gestalten das Erlebnis entsprechend.
  • Zu unserer Vorbereitung gehört eine spezielle Schulung zum Thema Barrierefreiheit: Unsere Mitorganisatorin, die Fondation EME, hat die künstlerische Vorbereitung durch eine gezielte halbtägige Schulung unter der Leitung von Info Handicap ergänzt. Sie hilft den Künstlerinnen und Künstlern, ein tieferes Verständnis für die Menschen zu entwickeln, denen sie begegnen, und für deren unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf Barrierefreiheit.

Unser Ziel ist es, eine echte Verbindung zu schaffen – einen Moment, in dem Tanz und Musik Türen öffnen.

Verbindungen schaffen: Dialog und Zuhören

Nach unseren Aufführungen eröffnen wir ganz bewusst einen Dialog mit dem Publikum.

Wir stellen Fragen wie:

Was hat Sie berührt? Welche Gedanken oder Erinnerungen sind aufgekommen? Welche Bilder oder Gefühle haben Sie erlebt?

Mein Ziel ist es stets, dem Publikum zu vermitteln: Alles, was Sie gesehen, empfunden oder damit in Verbindung gebracht haben, ist berechtigt. Und wertvoll.
Viele Menschen begegnen dem zeitgenössischen Tanz mit Zurückhaltung – aus Sorge, ihn vielleicht „nicht zu verstehen“. Um dieser Angst entgegenzuwirken, betone ich oft zu Beginn, dass diese Begegnungen ein Geschenk für uns sind. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur persönliche Erfahrungen.

Wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Eindrücke teilen, lernen sie voneinander: Die eine Person sieht eine Schnecke, eine andere eine Rakete. Die eine empfindet Freude, die andere Traurigkeit – und genau darin liegt der Reichtum dieser Gespräche. Tanz spiegelt sich in so vielen Augen wider – und jede Perspektive ist ein Geschenk.

Diese intensiven Momente der Reflexion und des Austauschs bereichern nicht nur das Publikum, sondern auch uns als Tänzerinnen, Tänzer und Kunstschaffende.
Ein großer Teil unserer Arbeit findet im geschützten Raum des Studios statt, weit entfernt von der direkten Begegnung mit Menschen unterschiedlicher Lebenswelten. Der Austausch mit dem Publikum ermöglicht es uns, die Wirkung unserer Arbeit unmittelbar zu erleben – wen sie bewegt und warum wir tun, was wir tun.

Im Anschluss an unsere Aufführungsausschnitte – die je nach Publikum in Länge, emotionaler Intensität und Format variieren (manchmal als Solo, manchmal im Ensemble, manchmal kurz, manchmal länger) – bieten wir einen Tanzworkshop an.
Diese Workshops sind ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts: Sie schlagen eine Brücke zwischen Zuschauen und aktivem Mitmachen.

Jeder Workshop wird individuell auf das Alter und die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt.
Gemeinsam mit unseren Tänzer:innen entwickeln die Teilnehmenden eine kurze Choreografie, begleitet von Livemusik – beispielsweise von den United Instruments of Lucilin, mit denen wir bereits intensiv zusammengearbeitet haben.
Die Musik schafft eine besondere Atmosphäre und verbindet Emotion und Bewegung miteinander.

So entsteht ein gemeinsamer Moment – ein kleines, kollektives Kunstwerk, das zeigt: Tanz ist nicht nur etwas, das man sich ansieht, sondern etwas, das man selbst erleben kann.

Flyer für Kinder

Flyer für Erwachsene

Zum Abschluss unserer Veranstaltungen überreichen wir den Zuschauerinnen und Zuschauern eine speziell gestaltete Publikation.
Dieses Heft ist mehr als ein Programmheft oder eine Begleitpublikation – es eröffnet vielfältige Zugänge zur Welt der Aufführung und richtet sich an ein breit gefächertes Publikum.
Und mit „vielfältig“ meinen wir nicht nur das Alter oder den persönlichen Hintergrund, sondern insbesondere auch die unterschiedlichen Interessen.

Deshalb enthält unser Heft Beiträge auf verschiedenen Ebenen:

  • Vertiefende Inhalte

Essays oder wissenschaftlich inspirierte Texte, die sich eingehend mit den Themen des Stücks auseinandersetzen und diese in einen größeren Zusammenhang einordnen.

  • Literarische Beiträge

Wir geben regelmäßig Gedichte oder Kurzgeschichten in Auftrag, die sich auf künstlerische Weise mit dem Werk auseinandersetzen.

  • Spielerische Elemente

Rätsel, Ausmalbilder und kleine Aufgaben – eine Quelle der Freude für Kinder, aber auch für Erwachsene. Wir glauben: In jedem Menschen steckt ein Stück Kindheit.

  • Einblicke in das Team

Persönliche Fragen, Gedanken und Anekdoten aus dem Entstehungsprozess schaffen Nähe und laden dazu ein, sich mit dem Team und seiner Arbeit zu identifizieren.

Unser Ziel ist es, das Erlebnis über die Aufführung hinaus zu verlängern – als Erinnerung, als Gesprächsanstoß und als Möglichkeit, weiterzudenken, zu spielen oder nachzuspüren.

In Seniorenheimen verteilen wir beispielsweise gezielt die Rätsel- und Ausmalseiten – als Einladung zum Lächeln, zum Mitmachen und dazu, die eigene kreative und spielerische Seite neu zu entdecken.

„Interaktion, Tanz und Spaß.“

CDI Clervaux

„Es war wirklich sehr interessant, und auch der Tanz und die Musik waren wunderschön. Besonders gut hat uns der Teil gefallen, bei dem die Teilnehmenden aktiv einbezogen wurden.“

Fondation Autisme Luxembourg

„Vielen Dank! Die Schüler*innen haben die Aufführung und die Workshops sehr genossen. Sie waren außerdem sehr beeindruckt von der riesigen Marimba.“

Lycée des Arts et Métiers

„Vielen Dank noch einmal für diese Erfahrung :)“

SERVIOR Op der Léier

„Die Schülerinnen und Schüler hatten besonders viel Freude an der Live-Musik sowie am gemeinsamen Tanzen und Musizieren.“

CDI Clervaux

„Die teilnehmenden Bewohner*innen haben die Aufführung sehr genossen.“

Fondation J.-P. Pescatore

„Sehr positives Feedback sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen!“

Alive + / Foyer Famil

„Das Erlebnis kam sehr gut an. Die Kinder waren begeistert, mitzumachen, und sprachen auch im Anschluss noch darüber.“

Maison Don Bosco

„Ich fand es sehr schön, wie die Tänzerinnen und das gesamte Team auf die Kinder sowie auf deren Wünsche und Bedürfnisse eingehen konnten. Die Kinder fanden die Aufführung sehr ‚cool‘. Vielen herzlichen Dank.“

Fondation Kannerschlass, Centre Thérapeutique La Passerelle

„Ein wunderbarer Nachmittag für unsere Teilnehmenden, und ich war überrascht, wie viele Personen beim Tanzmoment am Ende der Aufführung mitgemacht haben. Es war großartig.“

Fondation Autisme Luxembourg (FAL) Belvaux

MÖCHTEN SIE UNS EINLADEN?

Im Herbst 2026, genauer gesagt vom 28. Oktober bis zum 3. November, möchte unser Team aus drei Tänzer:innen und einem Musiker Ihre Einrichtung besuchen, um eine Erfahrung zu teilen, die nicht nur künstlerisch, sondern zutiefst menschlich ist.

Dieses Projekt richtet sich an Menschen, die aufgrund ihres Alters, ihres Gesundheitszustands, einer Behinderung, ihrer sozialen Situation oder geografischer Entfernung nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu kulturellen Veranstaltungen haben. Dieses Projekt wurde speziell für Ihre Bewohner:innen und die Menschen, die Sie betreuen, entwickelt.

Wir laden Sie ein, Mat Iech / Florescence in Decay kennenzulernen: eine choreografische und musikalische Kreation, die die Zyklen der Veränderung im Leben erforscht – Geburt, Metamorphose, Verschwinden und Erneuerung.

Über Mat Iech / Florescence in Decay

Florescence in Decay ist eine choreografische und musikalische Kreation von Elisabeth Schilling und ihrem künstlerischen Team. Nach der Premiere im April 2026 im CAPE – Centre des Arts Pluriels Ettelbruck und Aufführungen im Oktober 2026 im Théâtre d’Esch wurde das Werk für das Programm Mat Iech adaptiert.

Diese Version wird im Süden Luxemburgs und in der Region rund um die Stadt Luxemburg gezeigt. Sie verbindet künstlerische Darbietung, Publikumsbeteiligung und Kulturvermittlung, um das Werk einem breiten Spektrum von Gemeinschaften zugänglich zu machen. Jede Aufführung wird sorgfältig auf die Menschen, die Räumlichkeiten und den Rhythmus Ihrer Einrichtung abgestimmt.

Mit drei Tänzer:innen und einem Live-Musiker verbindet das Stück zeitgenössischen Tanz mit zeitgenössischer und klassischer Musik zu einem sanften, multisensorischen Erlebnis. 

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht eine einzigartige Performance, die von den Prozessen der Veränderung und Metamorphose in der Natur inspiriert ist. Im Zusammenspiel von Tanz und Live-Musik erkundet Florescence in Decay, wie Veränderung, Verfall und Erneuerung untrennbar miteinander verbundene Kräfte sind, die sowohl die natürliche Welt als auch die menschliche Erfahrung prägen.

Das Stück verbindet zeitgenössischen Tanz mit Live-Musik und basiert auf Anna Merediths Originalkomposition ANNO, die Auszüge aus Vivaldis Vier Jahreszeiten miteinander verschmilzt und so eine bewegende, organische Klangwelt erschafft. Mat Iech / Florescence in Decay bietet ein poetisches und immersives Kunsterlebnis. So entsteht eine ruhige, fesselnde und inspirierende Erfahrung, die das Publikum zum Nachdenken, Fühlen und Genießen einlädt – unabhängig von Alter, Herkunft oder körperlichen Fähigkeiten.

Unser Ziel ist es, einen Moment der Verbundenheit zu schaffen: nicht nur mit der Kunst, sondern auch zwischen den Teilnehmenden selbst.

Was passiert bei einem Besuch in Ihrer Einrichtung?

Jeder Besuch dauert 30 bis 60 Minuten und bietet ein flexibles, sinnliches Erlebnis, das auf Ihre Räumlichkeiten und Ihr Publikum abgestimmt ist. Vor der Tour nehmen wir uns Zeit, verschiedene Versionen der Performance zu entwickeln, die an die jeweiligen gastgebenden Einrichtungen angepasst sind. Es ist nicht einfach nur eine Aufführung – es ist ein lebendiges Erlebnis, das mit viel Sorgfalt für jeden Ort gestaltet wird, an dem wir willkommen geheißen werden.

Es umfasst:

  • Eine Live-Performance aus Tanz und Musik (mit Viola), die sorgfältig an Ihre Räumlichkeiten und Ihr Publikum angepasst wird;
  • Ein optionaler Bewegungsworkshop, der die Teilnehmenden dazu einlädt, ihre eigenen Gesten und Empfindungen zu entdecken;
  • Zeit für Austausch und Gespräche, in denen wir gemeinsam erkunden, was empfunden, gesehen oder erinnert wurde (diese Option eignet sich besonders für Kinder und junge Erwachsene);

Eine liebevoll gestaltete Publikation zum Mitnehmen, die wir Ihnen als Geschenk überreichen. Sie enthält wissenschaftliche und literarische Texte über die Entstehung des Werks, Einblicke in Design und Fotografie, Interviews mit dem künstlerischen Team, Rätsel und Zeichenspiele – und lässt das Erlebnis noch lange nach unserem Besuch weiterleben.

Wir kommen mit einem kleinen, mobilen Team aus drei Tänzer:innen und einem Musiker sowie einer Choreografin und einem Produzenten. So schaffen wir eine persönliche Atmosphäre, die Neugier und Begegnung fördert.

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Doch das Wichtigste ist: Jeder Besuch ist einzigartig und wird auf Ihre Bedürfnisse, Ihre Räumlichkeiten und Ihre Gemeinschaft abgestimmt.

Für wen ist es gedacht?

Wir gestalten jeden Besuch mit Sorgfalt und passen ihn an die Menschen an, denen wir begegnen.

Dieses Projekt eignet sich besonders für:

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  • Kinder jeden Alters, insbesondere in schwierigen oder besonders verletzlichen Lebenssituationen;
  • Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien, Wohneinrichtungen, therapeutischen Einrichtungen oder mit eingeschränktem Zugang zu Kultur;
  • Ältere Menschen in Pflegeheimen, Tageszentren oder Krankenhäusern;
  • Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Mobilität;
  • Menschen aller sprachlichen und kulturellen Hintergründe;
  • Gemeinschaften, denen ein Moment der Geborgenheit, der Fantasie und der Verbundenheit guttun könnte.

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Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch, der nicht mehr ins Theater kommen kann – unabhängig von Alter oder körperlichen Fähigkeiten –, Zugang zu Schönheit, Kreativität und Kunst verdient, die von Herzen spricht.

Unsere Besuche lassen sich an unterschiedliche sprachliche (Französisch, Englisch, Deutsch, Luxemburgisch) und kulturelle Hintergründe anpassen.

Warum ist dieses Projekt wichtig?

Im Herzen dieses Projekts steht die Überzeugung, dass wir alle miteinander verbunden sind:

Menschen miteinander. Menschen mit der Natur. Bewegungen mit Musik.

Das Stück Florescence in Decay ist von den Metamorphosen der Natur inspiriert: Aus einer Raupe wird ein Schmetterling, aus einer Eichel eine Eiche, aus einem Ei ein Vogel. Das Meer verwandelt sich in eine Wolke, die später als Regen wieder herabfällt. Holz verbrennt zu Asche, aus der wiederum Blumen wachsen.

Ausgehend von den Kreisläufen des Lebens lässt uns Florescence in Decay in diese poetische und zugleich sehr reale Welt eintauchen, in der sich alles verwandelt, erneuert und miteinander verbunden ist. Das Projekt lädt uns ein, die lebendige Welt zu beobachten, zu fühlen und mit ihr in Resonanz zu treten. Es regt dazu an, über unsere Eigenständigkeit ebenso wie über unsere gegenseitige Abhängigkeit nachzudenken, und macht deutlich, dass jeder Mensch – wie jedes Element der Natur – Teil eines miteinander verwobenen Ganzen ist.

Florescence in Decay soll nicht „verstanden“, sondern gefühlt werden – durch eine Erinnerung, ein Lächeln, einen Atemzug oder einfach durch gemeinsames Dasein. Bei diesem Projekt geht es auch nicht darum, Tanz „verstehen“ zu müssen.

Es geht darum, etwas zu empfinden, ganz gleich, wie leise oder intensiv dieses Gefühl ist – ein Aufflackern einer Erinnerung, ein Lächeln, ein Seufzer oder das Gefühl, dazuzugehören. In der heutigen Welt haben viele Menschen nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu kulturellen Erlebnissen – insbesondere in Pflegeeinrichtungen, ländlichen Gebieten oder sozialen Einrichtungen.

Mat Iech / Florescence in Decay bringt dieses Erlebnis an Orte, an denen Kultur oft fehlt – nicht aus mangelndem Interesse, sondern aufgrund von Hindernissen: körperlicher, finanzieller, geografischer oder sozialer Art.

Praktische Informationen

Ein flexibles Projekt, das zu Ihnen kommt

Mat Iech / Florescence in Decay wurde dafür konzipiert, direkt in Ihrer Einrichtung aufgeführt zu werden. Ein Theater, eine Bühne, Beleuchtung, eine Tonanlage oder andere technische Ausstattung sind nicht erforderlich. Unser künstlerisches Team bringt alles mit, was für die Aufführung benötigt wird.

Das Projekt kann in jedem geeigneten Innenraum stattfinden, zum Beispiel:

  • in einem gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum
  • in einer Cafeteria oder einem Speisesaal
  • in einem Mehrzweckraum
  • in einem anderen Raum, in dem sich Ihre Bewohner:innen üblicherweise versammeln

Bitte beachten Sie, dass die Aufführung nicht im Freien stattfinden kann.

Platzbedarf

Damit die Tänzer:innen sicher auftreten können, bitten wir Sie, Folgendes bereitzustellen:

  • eine Mindestspielfläche von 4 × 4 Metern
  • einen ebenen, glatten Boden
  • Sitzplätze in einem Halbkreis um die Künstler:innen, damit das Publikum das Geschehen aus nächster Nähe erleben kann

Ein ruhiges und barrierearmes Erlebnis

Die Aufführung ist ruhig, sanft und immersiv. Sie wurde speziell für Pflege- und Betreuungseinrichtungen entwickelt und eignet sich für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, kognitiven oder sensorischen Bedürfnissen.

Jeder Besuch wird an die teilnehmenden Menschen angepasst, damit das Erlebnis für alle einladend, angenehm und bereichernd ist.

Zeitplan

Sie legen im Voraus die Dauer des Projekts fest: zwischen 30 und 60 Minuten.

Je nach Ihrem Zeitplan und den Bedürfnissen Ihrer Bewohner:innen können wir ein oder zwei Aufführungen am selben Tag anbieten.

Unser Team trifft etwa 90 Minuten vor der ersten Aufführung ein, um den Raum vorzubereiten, die benötigte Ausstattung aufzubauen und das Aufwärmen der Tänzer:innen zu ermöglichen.

Wenn möglich, würden wir uns über einen kleinen, separaten Raum freuen, in dem sich die Künstler:innen vor der Aufführung umziehen können. Sollte dies nicht möglich sein, finden wir gerne gemeinsam eine alternative Lösung.

Ihren Besuch vorbereiten

Sobald Ihr Besuch bestätigt ist, wird sich die Projektleitung von Mat Iech mit Ihnen in Verbindung setzen, um die praktischen Details zu organisieren.

Vor unserem Besuch bitten wir Sie, uns alle Informationen mitzuteilen, die uns bei der Vorbereitung der Aufführung helfen können – zum Beispiel:

  • Informationen über die teilnehmenden Personen
  • Bedürfnisse hinsichtlich Mobilität und Barrierefreiheit
  • kognitive oder sensorische Besonderheiten
  • besondere Wünsche oder Empfehlungen Ihres Teams

Diese Informationen sind für uns von unschätzbarem Wert, da sie es den Künstler:innen ermöglichen, die Aufführung auf Ihre Bewohner:innen abzustimmen und ein sicheres, inklusives und auf Ihre Gemeinschaft zugeschnittenes Erlebnis zu schaffen.

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Wir sind überzeugt, dass Kultur allen Menschen zugänglich sein sollte – und es wäre uns eine Ehre, dieses Erlebnis in Ihre Gemeinschaft zu bringen.

VERGANGENE TOUREN

Tournee Mai 2026 – Florescence in Decay

In der Woche vom 6. bis zum 12. Mai 2026, unmittelbar nach der Premiere von Florescence in Decay im CAPE – Centre des Arts Pluriels Ettelbruck, begab sich Making Dances asbl im Rahmen seines Kunstvermittlungs- und Zugänglichkeitsprogramms Mat Iech auf Tour durch den Norden Luxemburgs und die Region rund um Ettelbruck.

Für diesen Anlass wurde Florescence in Decay neu gedacht, angepasst und zu einer eigens für Mat Iech entwickelten Version weiterentwickelt. Das Stück wurde von partizipativen Vermittlungsangeboten begleitet, die sich an Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Hintergründen und Fähigkeiten richteten – verbunden durch eine gemeinsame Realität: Sie hatten keine oder keine Möglichkeit mehr, traditionelle Kulturstätten zu besuchen.

Ein lebendiges Ökosystem, das wir gemeinsam erleben

Im Zentrum dieser Kreation steht eine einfache und zugleich grundlegende Beobachtung: In der Natur ist alles ständig in Bewegung. Was entsteht, wächst, sich verwandelt und vergeht, ist Teil desselben Kreislaufs – eines Kreislaufs, zu dem auch wir gehören.

Inspiriert von den Metamorphosen in der lebendigen Welt lädt das Projekt Mat Iech / Florescence in Decay das Publikum dazu ein, ein sensibles Bewusstsein für die Veränderungen zu entwickeln, die unsere Umwelt prägen, und über unseren Platz innerhalb dieser sich stetig wandelnden Kreisläufe nachzudenken.

6. – 12. Mai 2026

CDI Clervaux – organisiert von der Fondation EME
Ateliers du Tricentenaire (Centre Jean Heinisch) – organisiert von der Fondation EME

CHNP Pontalize
CHNP Annexe Syrdall Schlass – organisiert von der Fondation EME

Maison Don Bosco
HPPA Clervaux
Autism Luxembourg (Foyer Boxhorn)

CHNP De Park – organisiert von der Fondation EME
Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf

Fondation Autisme – organisiert von der Fondation EME
Trisomie 21 Betzdorf

Eine Tournee, die in Zusammenarbeit mit der Fondation EME, United Instruments of Lucilin, der Fondation Sommer, der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, dem Kulturministerium Luxemburgs (Programm „Zugang zur Kultur“), der Fondation Loutsch-Weydert, dem CAPE – Centre des Arts Pluriels Ettelbruck und dem Théâtre de la Ville de Luxembourg realisiert wurde.

„Wir haben die Künstler:innen als äußerst respektvoll, offen und unterstützend erlebt.“

Trisomie 21

„Unsere Tänzer:innen (aus dem Tanzkurs der Trisomie-21-Vereinigung) haben sehr gerne an diesem externen Angebot teilgenommen und sich gefreut, andere Künstler:innen kennenzulernen. Auch das Ansehen von Ausschnitten aus der Aufführung hat ihnen große Freude bereitet.“

Trisomie 21

„Das Erlebnis kam sehr gut an. Die Kinder waren begeistert davon, mitzumachen, und sprachen auch im Anschluss noch darüber.“

Maison Don Bosco

Informationsmaterialien zur Tournee

Tournee November 2025 – Sensorial Symphonies

7. – 13. November 2025

Fondation Pescatore, Luxemburg-Stadt
Fondation Autisme, Centre Culturelle Rambrouch
Maison St. Martin, Luxemburg-Stadt
Servior – Op der Léier, Esch-sur-Alzette
Fondation Kraizberg, Foyer la Cersaie
Fondation Kannerschlass Centre Thérapeutique, Souleuvre
Elysis, Esch-sur-Alzette
LAM – Lycée des Arts et Métiers, Luxemburg-Stadt
Foyer Famill, Esch-sur-Alzette
Centre Hospitalier, Luxemburg-Stadt
Fondation Autisme, Belval
Centre Hospitalier, Luxemburg-Stadt
Fondation Autisme, Belval
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Wir danken unseren Förderern, insbesondere der Fondation Sommer, herzlich für ihr großes Engagement für dieses Projekt sowie dem Ministère de la Culture – Accès à la Culture, der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte und den Théâtres de la Ville de Luxembourg für ihre großzügige Unterstützung.

Fondation Sommer über Mat Iech

Tournee April 2024 – ITA INFINITA

20.–24. April 2024

Wanhackendorfer Miriam servitor, Wiltz
Trisomie 21 Lëtzebuerg a.s.b.l.
Fondation Pro Familia, Dudelange
Maison Relais Inclusive, Niederkorn
Centre d’accueil Don Bosco, Luxemburg
SOS Kannerduerf, Mersch
Fondatioun Kriibskrank Kanner, Strassen
Maison Saint Martin, Luxemburg

Tournee Oktober 2022 – ITA INFINITA

Dank der großen Flexibilität von Ita Infinita kann das Stück sowohl in Theatern und auf Festivals als auch in alternativen Räumen gezeigt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Tournee im Oktober 2022 lag darauf, das Werk in voller Länge oder in Auszügen in und rund um Seniorenheime, in sozial benachteiligten Gebieten, in Krankenhäusern, in ländlichen Regionen mit eingeschränkter Zugänglichkeit sowie in Kindergärten und Schulen zu präsentieren. Die maßgeschneiderten Veranstaltungen sind äußerst flexibel und werden an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtungen und ihrer Bewohner:innen angepasst. Sie umfassen eine Moderation, ein Publikumsgespräch im Anschluss an die Aufführung, einen kurzen Bewegungsworkshop sowie die Verteilung der kostenlosen Begleitpublikation.

9.–13. Oktober 2022

SOS Kannerduerf Mersch
Centre thérapeutique Manternach
Zwei Schulvorstellungen, Trifolion Echternach
Servior Um Schleeschen Echternach
Schulvorstellung, Trifolion Echternach
Servior Belle Vue Echternach
Haus Bergfried, Synagoge Wittlich
Hospice civile in Echternach

Mat Iech is not just a program.

It’s a mindset. An invitation.

A heartfelt attempt to create connection through dance – in a world so often shaped by distance.

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„It is art that comes to you – accessible, flexible and meaningful.“

– Elisabeth Schilling –