FELT

In welcher Weise sind wir beeinflusst von den Stoffen, Materialien und Formen, die uns umgeben? Wie berühren sie uns? Wie berühren wir sie?

Bewegte Skulptur, Fluss aus Stoff, abstrakte Landschaft, amorphes Wesen: Zwischen Installation und Performance, zwischen Unbelebtem und Lebendigem, zwischen Geometrie und Phantasma versteht sich FELT als Hommage an den Tastsinn. Haut und Stoff, geformt durch Muskeln und Knochen, bilden selbst eine bewegte und sich bewegende Textur, die der Phantasie neue Räume eröffnet.

Dieses Stück ist eine Zusammenarbeit zwischen der Tänzerin und Choreographin Elisabeth Schilling und den Designern Mélanie Planchard und Eric Schumacher. Die Aufführung wird von einer musikalischen Komposition von Andreas Papapetrou begleitet. Unterstützt wurde die Arbeit zudem durch die Arbeit der Kuratorin Simone Stewart, des Dramaturgen Moritz Gansen sowie der Forschungsförderung Dr. Nele Lipp und Tim Nunn.

Auf Tournee:

FELT tourte international zu einer Vielzahl von Veranstaltungsorten: White Cube-Galerien, Black Box-Theatenr, Multi-Art-Veranstaltungsorte sowie Gemeindesälen in ländlichen Gegenden. FELT wurde choreographisch an die Architektur des jeweiligen Raumes angepasst. Der Kontext, in dem das Werk aufgeführt wurde, veränderte die Lesart des Werkes selbst und verriet viel über den jeweiligen Kontext des Ortes und seine Erwartung an Kunst, was die Tournee und ihre Mission einzigartig machte.

Rahmenprogramm: 

Wir bieten ein vielfältiges Rahmenprogramm rund um die Aufführung von FELT an:

  • Workshops zu Tanz und Design für Menschen aller Altersgruppen
  • eine spezifisch strukturierte Post-Show-Diskussion
  • ein 38-seitiger Katalog, 38-seitiger Katalog mit speziell entwickelten Texten, Informationen über die Show und die Geschichte ihrer Entstehung.
  • eine ortsspezifische Installation von Materialien  für Ihren Veranstaltungsort
  • eine Promenade-Performance mit dieser Vielzahl von Materialien an Ihrem  Veranstaltungsort
  • eine Präsentation über die Geschichte von Tanz und Design in der Kunst

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FELT – Teaser

Sommer Tour 2019

Premiere: 18th April Cercle Cité Luxembourg
26-27. April: Valises et Passages – Temporärer Raum für Wechselwirkung der Künste, Fabrik der Künste, Hamburg:
7-9. Mai: Casa Tony M. / Synagoge Wittlich
11. Mai: Variation, Museum für angewandte Kunst, Frankfurt
18. Mai: Frankfurter Hof Mainz
12. Juni: The Barn Banchory
13. Juni: Scottish Dance Theatre Dundee (workshop)
21. Juni: Catstrand Dumfries
26. Juni: Symposium & performance The Hunterian Gallery Glasgow
27-29. Juni: The Hunterian Gallery Glasgow
4. Juli: Dovecot Gallery Edinburgh
6. Juli: The Byre Theatre St Andrews
11. Juli: Seaboard Centre, Balintore
13. Juli: Uyeasound Community hall, Unst, Shetland Islands (tickets on the door)
20. Juli: Mareel Arts Centre, Lerwick, Shetland
3. August: WU Arts Space Gothenburg

Presse

****The Herald: ‘Verspielt, spektral und mitreißend schön.‘ Mary Brennan

****The Scotsman: ‘Schillings faszinierende bewegliche Skulptur hilft uns, Stoffe in einem ganz neuen Licht zu sehen.’ Kelly Apter

Die Performance war außergewöhnlich – anders als alles, was ich bisher gesehen habe. (…) Ich empfand FELT als schön und faszinierend und überraschend. Wie konnte ein Performer unbelebtes Material mit so viel Leben und Bedeutung verleihen? FELT wurde von mir außerdem als aufwühlend, bizarr, lustig, völlig hypnotisch und letztlich unlesbar – auf die bestmögliche Weise.’

Tom Jeffreys, schreibt für Frieze, The Independent, The Telegraph, ArtReview

“Sie hat eine einzigartige Kunst entwickelt, die offen ist für andere Disziplinen, die sie gerne an ungewöhnlichen Orten mit einem neophytischen Publikum teilt. Wenn wir auch die choreografischen Aufträge für die renommierte Tate Moderne (London) berücksichtigen, ist es nicht überraschend, die rasante Entwicklung dieser jungen Choreografin zu sehen, der den Tanz als künstlerisches Ganzes betrachtet.“

Gregory Cimatti, Le Quotidien

„Elisabeth Schilling überrascht immer wieder mit avantgardistischen Projekten. Ihre Tanzchoreographien sind ausgefallen, explosiv und abstrakt. Sie spielen mit unserer Wahrnehmung. Manche (Publikumsteilnehmer) sprachen gar von einer neuen Kunstform, zwischen Choreographie und Performance, zwischen bildender Kunst und Tanz und lebendig gewordenem Material.“

Anina Valle Thiele, Tageblatt

„Dieses Projekt kann als Analogie zur Forschung von Joseph Beuys, der sich auch für das künstlerische Potenzial von Filz interessierte, oder zu Sasha Waltz’ jüngster Kreation Kreatur gesehen werden.

Elisabeth Schilling’s wiederspenstigen Kreaturen.“

Marie-Laure Rolland, La Glaneuse

„‘Felt‘, allein der Titel ihres neuen Soloakts ist schon Programm.“

Thierry Hick, Luxembourger Wort

What the audience thought of Felt

Publikumsstimmen

„Faszinierend, sehr spannend!“ Véronique Kesseler, Kuratorin CASINO Luxembourg

‘Es war großartig, Elisabeth Schilling hier in Shetland im Rahmen ihrer schottischen Tournee von FELT zu begrüßen. Das Stück fesselte das Publikum, es war für das Publikum zugänglich und nahbar. Die Nähe zwischen dem Filz und dem Publikum sorgte für eine wahrhaftige Spannung. Es hat mich sehr glücklich gemacht, dass wir Elisabeth hier haben durften. Sie gab so viel und es war wirklich ein Vergnügen.’ Kathryn Spence, Shetland Arts

„Ein wirklich nachdenkliches Erlebnis, absolut faszinierend!“ Meredith Moth

„Es ist eine völlig neue Perspektive auf den Tanz. Diese Abstraktheit, die sie mitbringt (….) ist wirklich sehr aufregend und mutig, konsequent.“ Marion Rothaar, Theaterregisseurin

‘Die Zusammenarbeit mit Elizabeth Schilling, um FELT ins Byre Theatre, St. Andrews, zu bringen, war eine der kreativsten und freudigsten Erfahrungen meines Berufslebens: Die Performance am Abend war packend, emotional, gedankenanregend und wirklich schön. Elizabeth verbindet einen intellektuell rigorosen Ansatz ihrer Forschung mit der Fähigkeit, ihren Ehrgeiz und ihre Absicht für das Stück flüssig zu kommunizieren. (….) Elizabeth stellt die Erfahrung des Publikums in den Mittelpunkt ihrer Performances, ihre Fähigkeit, sich sanft und nahbar mit ihrem Publikum auseinanderzusetzen, ist beeindruckend und hilft unglaublich, die Barrieren abzubauen, die normalerweise mit dem zeitgenössischen Tanz verbunden sind, der nur das Wachstum und die Entwicklung des Publikums für die Kunstform unterstützen kann. Wir sind sehr glücklich, dass eine Künstlerin von Elisabeths Format gerne mit uns in Schottland zusammenarbeitet und ich freue mich sehr auf unser nächstes gemeinsames Abenteuer.’ Jan McTaggart, Interim The Byre Theater Manager St Andrews

„‘FELT‘ ist für mich ein sehr sensibles Werk, das Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit thematisiert, das Person, Raum und Material thematisiert, sehr poetisch und sehr ruhig.“ Sandra Lieners, blinde Künstlerin

‘FELT ist eine minimalistische Performance, die Bewegung mit Materie verbindet, in einer immersiven Klangatmosphäre und in der sich der Betrachter in die Größe und Tiefe des Stoffes eintauchen lässt, dem Elisabeth Schilling durch wechselnde Gesten und Formen, nicht ohne Humor, Leben einhaucht, um sich erst am Ende der Performance zu zeigen.Es war eine große Freude, dieses neue Stück erstmals der luxemburgischen Öffentlichkeit im Cercle Cité zeigen zu können. Eine überraschende Darstellung in aller Subtilität und einladend zum Phantastischen, die den Platz des Sets und des Körpers im zeitgenössischen Tanz hinterfragt.’ Anouk Wies, künstlerische Leiterin des Cercle Cité Luxembourg

„Es ist ziemlich außergewöhnlich, es ist ein sehr schönes Stück und auch sehr originell.“ Juliette Geesmann

„Bisweilen entsteht der Eindruck als ob die Hülle von sich aus zum Leben erweckt wird…Magie-Zauber. Leben als Wachstum, Zefrall, Ermattung, Stillstand, Trennung, Abwehr, Zögern und erneutes Aufbegehren in einem fließenden Rhythmus bis zum endgültigen Verlassen des Feldes als Abschied oder neue Ankunft?“ Christoph Hufnagel

‘Tolle Arbeit, Elisabeth. zugleich eindringlich und hypnotisch zugleich. Gefühl des Wachstums, der Evolution, fast wie die Geburt oder das Schlüpfen eines Eies.’ Katy & Fiona

‘Das Stück war wirklich interessant, einfach und komplex zugleich. Ich kann es kaum erwarten, was du dir als nächstes ausdenkst.’ Kevin

‘Ich habe es so sehr geliebt! Der Stoff und die Bewegung erinnerten mich an Flüssigkeiten. Eine Flüssigkeit kann potentiell jede Form annehmen. Als Näherin bin ich immer wieder erstaunt über die Dinge, die aus einem Stück Stoff entstehen können. Wie Flüssigkeiten können auch Gewebe jede Form annehmen. Die Performance erinnerte mich auch an Gefühle. Gefühle ähneln Flüssigkeiten. Ich dachte an den Sinn des Gefühls. Vielen Dank für eine erstaunliche Leistung.’ Adriana

‘Es ist wunderschön deinen Reichtum von Ausdruckskraft und Erfinderreichtum durch dieses Filzmaterial zu erleben.’ Anastasia

‘Ich glaube, ich habe gerade einen Außerirdischen getroffen. Es war gerade geboren, neu an diesem Ort und ich auch. Wir waren uns nicht sicher, wie wir uns hier willkommen fühlen sollten, aber ich würde gerne denken, dass wir das beide wollten.’ Aran

‘Ich fand die Performance faszinierend, das Spiel zwischen dem sich bewegenden Körper und den skulpturalen Formen, die innerhalb der Entwicklung der Performance, dem Verlassen des menschlichen Körpers zurückgelassen wurden. Verschiedene Stimmungen und Gefühle, mal lustig, mal beängstigend, mal abstrakt, mal konkret.’
Nicola

‘Ich habe einen wunderbaren Abend des zeitgenössischen Tanzes in einem Raum voller bewegender Geschichte mit außergewöhnlichen Materialien erlebt. Es war bewegend, wie du durch deinen Tanz zur Skulptur wurdest, mal schwerfällig,  mal leichtfüßig gedehnt, immer überraschend in der Bewegung. Ich wollte dein zweiter Tanzpartner unter dem Filz sein, der zu dieser außergewöhnlichen Musik tanzt. Ich bin sehr froh, dass ich etwas so Schönes erlebt habe.’ Marlene Schommer.

Design & Dance a short History

Team:

Design: Mélanie Planchard
Kostruktion / Entwicklung: Mélanie Planchard / Eric Schumacher
Kuration: Simone Stewart
Dramaturgie: Moritz Gansen
Musikkomposition: Andréas Papapetrou
Rechercheunterstützung: Dr. Nele Lipp
Beratung: Tim Nunn / Aurel Thurn
Videographie: Anntii Pirskanen
Photographie: Martine Pinnel  / Sid Scott (in blackbox)
Graphikdesign: Annick Kieffer / Studio Polenta
Produktion: Making Dances a.s.b.l.
Produktionsassitenz: Johanna Schmitt

Unterstützt von:

Cercle Cité Luxembourg, Goethe Institute Glasgow, Silvio und Waltraut dell’ Antonio Stiftung Wittlich, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, Kulturstiftung RLP, TROIS C-L, Ministère de la Culture Luxembourg, Fondation Indépendance Luxembourg

Residenzpartner:

City Moves Dance Agency Aberdeen, Dance City Newcastle, Dance4 Nottingham, TripSpace London, Studio Wayne McGregor through FreeSpace programme, Zsenne Art Lab Brussels, Arbeitsplatz Vienna, Hariko Luxembourg, WU Arts Space Gothenbourg, Koli Residency

Medienpartner:

Radio ARA

Mit besonderem Dank:

Simone Röhr, Sally Marie, MMK Rechtsanwälte, Rathauspraxis Manderscheid

Unser Team zu FELT: